Ein Batteriespeicher speichert überschüssigen Solarstrom für abends und nachts. Doch lohnt sich die Zusatzinvestition? Wir klären auf.
Wie funktioniert ein Batteriespeicher?
Er nimmt überschüssigen Solarstrom auf statt ihn für wenige Rappen ins Netz einzuspeisen. Moderne Speicher basieren auf Lithium-Eisenphosphat-Technologie (LFP) mit hoher Sicherheit und 10'000+ Ladezyklen.
Eigenverbrauch: Von 30% auf 80%
Ohne Speicher nutzen Sie nur 30% Ihres Solarstroms. Mit Speicher steigt der Eigenverbrauch auf 60-80%. Bei einem marktüblichen Rückspeisetarif (Tagesaktuelle Tarife siehe EVU) Strompreis sparen Sie rund CHF 860 pro Jahr zusätzlich.
Welche Speichergrösse ist optimal?
- Kleiner Haushalt (3'000-4'000 kWh/Jahr): 5 kWh
- Durchschnittlicher Haushalt (4'000-6'000 kWh): 7-10 kWh
- Grosser Haushalt oder E-Auto (6'000+ kWh): 10-15 kWh
Kosten und Amortisation
CHF 5'000-12'000 je nach Kapazität. Amortisationszeit 8-14 Jahre. Steigende Strompreise verkürzen die Amortisation laufend.
Notstromfunktion
Viele Speicher bieten Notstrom bei Netzausfall. Besonders wertvoll für Haushalte mit empfindlichen Geräten.
Vorteile im Komplettpaket
- Optimal abgestimmte Speichergrösse
- Günstigerer Preis als bei Nachrüstung
- Eine Garantie fürs Gesamtsystem
- Intelligentes Energiemanagement
- Nur ein Installationstermin
Fazit
Bei aktuellen Strompreisen lohnt sich ein Speicher fast immer. Er steigert den Eigenverbrauch massiv und macht Sie unabhängiger.
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Solarstrom und Elektromobilität
Die Kombination von Solaranlage und Elektroauto ist besonders attraktiv. Ein E-Auto verbraucht rund 15–20 kWh pro 100 km – bei 15’000 km Jähresfahrleistung sind das etwa 2’500 kWh. Mit einer 10-kWp-Anlage produzieren Sie in der Schweiz jährlich rund 10’000 kWh – mehr als genug für Haushalt und Auto. Wer sein E-Auto tagsüber zu Hause laden kann, nutzt den Solarstrom direkt und spart die teuren öffentlichen Ladetarife. Eine smarte Wallbox mit Solarstrom-Optimierung lädt das Auto bevorzugt dann, wenn die Sonne scheint. So fahren Sie praktisch gratis – und CO₂-neutral. Die Investition in eine Wallbox liegt bei CHF 1’500–3’000 inklusive Installation.
Batteriespeicher – lohnt sich das?
Technologie und Modultypen
Moderne Solarmodule erreichen Wirkungsgrade von 20–22 % und sind deutlich leistungsfähiger als frühere Generationen. Die gängigsten Typen sind monokristalline Module – sie bieten die beste Flächeneffizienz und eignen sich ideal für Schweizer Dächer mit begrenztem Platz. Ganzschwarze Module (Full Black) sind besonders beliebt, da sie ästhetisch ansprechend sind und sich harmonisch ins Dachbild fügen. Bifaziale Module nutzen zusätzlich das reflektierte Licht der Rückseite und liefern bis zu 10 % Mehrertrag. Die Module sind auf mindestens 25 Jahre Leistung garantiert und verlieren pro Jahr nur etwa 0,3–0,5 % ihrer Kapazität. Die Wechselrichter – das Herzstück jeder Anlage – wandeln den Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom um.
Umweltbilanz und Nachhaltigkeit
Eine Solaranlage in der Schweiz vermeidet pro kWp jährlich rund 400–500 kg CO₂. Bei einer typischen 10-kWp-Anlage sind das über die Lebensdauer von 25 Jahren mehr als 100 Tonnen eingespartes CO₂. Die energetische Amortisation – also die Zeit, bis die Anlage mehr Energie produziert hat als für ihre Herstellung benötigt wurde – liegt bei nur 1–2 Jahren. Danach liefert sie über 20 Jahre lang sauberen, klimaneutralen Strom. Am Ende ihrer Lebensdauer können über 95 % der Materialien recycelt werden. Silizium, Glas und Aluminium werden zurückgewonnen und in neuen Produkten eingesetzt. So schliesst sich der Kreislauf – und Sie leisten einen messbaren Beitrag zur Energiewende in der Schweiz.